22.05.2024

Themenabend Tourismus

Peter Klug, Bürgermeisterkandidat für Bad Salzschlirf, konnte bei der Informationsveranstaltung zum Thema Freizeit und Tourismus im Hotel Schober mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger begrüßen.

Mit seinen einleitenden Worten gewann er sofort die Begeisterung des Publikums. Klug präsentierte seine Sichtweise und Einschätzungen zum Tourismusstandort Bad Salzschlirf auf anschauliche Weise. „Investitionen in den Tourismus bedeuten immer auch eine Förderung der Wirtschaft“, erklärte Klug und betonte dabei die Bedeutung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Investitionen und Nutzen für den Ort. Ebenso wichtig sei die Balance zwischen Maßnahmen für Touristen und Bürger, um sicherzustellen, dass die Bewohner sich in ihrem Ort weiterhin zuhause fühlen können.

Ein besonderes Anliegen ist Klug die Zusammenarbeit der Akteure aus Kur und Tourismus, die er regelmäßig, mindestens zweimal im Jahr, an einen Tisch bringen möchte. Zudem legt Klug großen Wert auf die Kooperation mit den umliegenden Tourismusverbänden der Region Fulda, Rhön und Vogelsberg, die er wieder neu beleben möchte.

Dank seiner zwölfjährigen Erfahrung aus Laubach konnte Klug die vielen Fragen aus dem Publikum souverän und zufriedenstellend beantworten. Er kennt die Anforderungen, die Freizeit und Tourismus an eine Gemeinde stellen, und ist bestens darauf vorbereitet.

Standpunkte:


Gesundheits-Standort Bad Salzschlirf

Die medizinische Versorgung ist ein wichtiger Standortfaktor für Bad Salzschlirf. Die Kliniken, aber auch niedergelassenen Ärzte, Apotheker, Therapeuten etc. sind tragende Säulen. Das Thema Gesundheit ist ein großer Trend für die Zukunft. Hier liegt unser Potenzial, das wir dringend weiter ausbauen müssen – auch für den Wirtschaftsstandort. Als Ihr neuer Bürgermeister ist mir daher ein regelmäßiger Austausch mit allen Akteuren wichtig, um zu erfahren wo ggf. Hilfe der Gemeinde benötigt wird. Das Ziel der regelmäßigen Vernetzung und der Schaffung eines runden Tisches mit den Kliniken muss Daueraufgabe sein. Wir müssen hier den Taktschlag deutlich erhöhen, die Kompetenzen bündeln und Rahmenbedingungen für einen zukunftsfähigen Gesundheitsstandort  Bad Salzschlirf schaffen.  


Therme/Solebad

Ein Dauerthema in Bad Salzschlirf – und dies war auch fast an jeder zweiten Haustür Gesprächsstoff. Wie geht es hier weiter, wann geht es weiter, wie ist der Stand und was passiert dort endlich, gibt es einen Plan B? Als Ihr neuer Bürgermeister möchte ich dafür sorgen, dass dieses Thema nach all der verstrichenen Zeit alsbald zum Abschluss gebracht und eine Entscheidung getroffen wird. Das bedeutet aber auch, dass wir dieses Projekt ganz neu denken müssen. Anstatt voreilig vermeintliche Lösungen zu kopieren, die in anderen Kurorten angedacht sind, sollten wir vor Ort ein gezieltes Standortmanagement durchführen, um die aktuellen Bedarfe und  Möglichkeiten im Wettbewerb zu analysieren sowie eine Vision und Maßnahmen zu entwickeln. Das Thema Therme ist nach wie vor nicht ganz vom Tisch – ein Plan B ist aber unerlässlich. Ideal wäre hierbei ein attraktiver Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste, mit dem wir unsere medizinische Kompetenz vor Ort sichern können und an dem auch Räume für Begegnungen, Veranstaltungen, Vorträge und auch Wohnen entstehen kann. 


Für mich bedeutet dies, dass ich nach einer Wahl alle für diesen Prozess Beteiligten (Politik, Kliniken, Ärzte, Handel,...) zusammenbringen werde. Wir müssen unser vorhandenes Know-how und unsere Potenziale von Beginn an nutzen. Danach muss endlich ein Ergebnis sowie ein tragfähiger Plan mit allen Zahlen vorliegen. Dies sollte gemeinsam in der Politik und mit den Bürgerinnen und Bürgern besprochen werden, Ideen und Anregungen sollten geprüft und abgewogen werden. Über das Ergebnis ist in einem Bürgerentscheid abzustimmen. Nur wenn wir alle guten Ideen kanalisieren und alle auf dem Weg mitnehmen, schaffen wir ein Ergebnis, das zu breiter Akzeptanz und letztlich zum Erfolg führt. Meine Hauptaufgabe wird sein, ständig am Thema „dran“ zu sein. 


Prädikat „Heilbad“

Für mich unverzichtbar – es muss alles daran gesetzt werden, dass wir dieses Prädikat behalten. In 2026 steht die nächste Reprädikatisierung an. Grundvoraussetzung ist das Vorkommen eines natürlichen Heilmittels wie einer Heilquelle, Sole oder Moor. Darüber hinaus müssen zahlreiche Kriterien erfüllt werden, die sich u.a. mit den Unterkunftsmöglichkeiten und gastronomischen Betrieben, den gesundheitsfördernden Maßnahmen, der ärztlichen Betreuung sowie dem Veranstaltungsprogramm vor Ort befassen. Diese Grundlagen müssen vorhanden sein, denn der Gesundheitstourismus ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, in den sich zu investieren lohnt.